Samstag, 5. Januar 2013

Logbucheintrag Nr. 01-KW1:

Mittwoch, 02.01.2013, 6:00 morgens in Möglingen bei 0°C. -> Der Wecker klingelt. -> VERDAMMT, jetzt gehts los!

Die Fahrt zum Flughafen Frankfurt ging schnell rum und ich hatte genug Zeit, um die Check-In Prozeduren über mich ergehen zu lassen.
Die Qatar Airways hat mich trotz 30 Minuten verspätetem Start binnen fünf Stunden sicher nach Qatar gebracht, wo wir aufgrund unserer Verspätung noch die ein oder andere Ehrenrunde über dem besinnlichen Städtchen Qatar drehen durften. Später sollte sich rausstellen, dass das noch eines der kleinsten übel auf der Hinreise sein sollte...
In Qatar gelanden ging es mit dem Shuttle zum Transfergate, bei dem ich auch gleich mit dem freundlichen Satz: "Letzter Aufruf für Flug QR 226 nach Bangalore" in Empfang genommen wurde.
Was folgte war ein Sprint zum Transfergate und von da in den nächsten Schuttlebus, wo ich dann auch zufällig Stefan getroffen habe, zum Flieger.
Wo beim ersten Flug noch Araber und der gleichen saßen, saßen im zweiten indische Großfamilien mit ihren Kindern. Es bedarf wenig Erklärung, wie sich Kinder im Alter von schätzungsweise 2 - 6 Jahren bei einem turbulenten Flug verhalten. An Schlaf war also nicht zu denken!
Fix und fertig sind wir schließlich um 23 Uhr deutscher Zeit in Bangalore gelandet. Ab hier sollte nichts mehr so werden, wie es mal war.
Koffer holen und auf zum Zoll, da wird dann alles nochmal durchgecheckt und durchleuchtet (nur mit dem Unterschied, dass es in Indien keine Sau interessiert...) um wenige Minuten/Stunden später am nationalen Flughafen für den finalen Inlandsflug wieder ein zu checken...
Gesagt, getan. Den Geldbeutel dank des Abhebens von indischen Rupien und des "grandiosen" Wechselkurses zum Platzen gebracht (1,-€ = ~70,-INR) und schnell an die nächste Snackbar.
Das Chicken Tikka Sandwich war doch schärfer als gedacht, was uns unter anderem wieder davon abhielt, mal die Augen für die nächsten Stunden Wartezeit auszuruhen...
Der letzte Flug sollte nach mehrmaliger, vorangekündigter Änderung planmäßig um 7:55 abheben. Hier ist anzumerken, dass Jet Airways ganz offensichtlich mit der Deutschen Bahn kooperiert. Aus 7:55 wurde 8:55, sehr zur Freude unseres Fahrers, der uns am Flughafen Mangalore abgeholt hat.
Weil wir grad bei Fahrer und fahren und der gleichen sind...

Donnerstag, 03.01.2013, 10 Uhr Ortszeit, Mangalore bei ~30°C

Ich möchte an dieser Stelle zugeben, dass ich nicht immer der korrekteste Autofahrer bin. Auch ich fahre gern mal schnell und bremse spät. Aber bei den Zuständen in Indien, wird selbst mir bange!
Es gilt allgemeiner Linksverkehr, OK, kann man sich dran gewöhnen. Hier besteht jedoch das Problem, dass sich keine Sau dran hält! Eine Spur in jede Richtung ist zwar gegeben, jedoch wírd dies eine Spur schnell mal um drei Spuren erweitert. Da wird das Tuktuk von einem Roller überholt, der Roller von einem LKW und der LKW wiederum von einem Auto... und das in beide Richtungen! Frei nach dem Motto, Loudest horn wins! -> es herrscht Chaos und Anarchie. Vom Feinsten.
Um 11 Uhr indischer Zeit waren wir endlich an unserem "Wohnblock" angekommen. Unsere Zimmertüren wurden von ihren dicken Vorhängeschlössern befreit und wir konnten endlich rein.


Die anfängliche Euphorie verblasste relativ schnell und es wurde einstimmig beschlossen: PUTZEN!
Auf Grund unserer langen Anreise wurde uns nach einer kurzen Vorstellungsrunde der restliche Tag frei gegeben. 
Also, Tuktuk ran gewunken, ins Zentrum gefahren und für umgerechnet ca. 30,-€ Putzmittel gekauft.
Den restlichen Abend haben wir damit verbracht Tausendfüßler, Schaben und Mücken mit Hilfe der chemischen-ultra-Keule zu töten und um anschließend mal ordentlich sauber zu machen.
Geschafft. Endlich. Auf unsere erste, erfolgreich bestandene Aufgabe haben wir dann beschlossen, uns ein kleines Feierabendbierchen im Zentrum von Manipal zu gönnen. 





Auf dem Weg zum Pub erkannte man uns promt (man kennt niemanden in Indien, aber alle kennen dich... komisch). Es war Valli, einer unserer Kommilitonen.
Nach einem kleinen Bier (King Fischer, 860ml, 8%) und einem Burger war der Abend dann auch recht schnell gelaufen und ich bin völlig tot ins Bett gefallen.

Neuer Tag, neues Glück.

Eigentlich gibt's nicht viel zu sagen, zum zweiten Tag am MIT. 
Außer den üblichen, doch recht lässtigen, Behörden gängen ist nicht viel passiert. 



...schwitzen, Hände schütteln, laufen, schwitzen, Wasser trinken, jede menge Wasser trinken, schwitzen, hin und her fahren/laufen, noch mehr Wasser trinken und dieses wieder ausschwitzen. Ach ja. zwischendurch natürlich was "leicht" gewürztes essen -> no pain, no gain...

Von der Umgebung hab ich außer vom Flugzeug aus noch nicht viel gesehen, aber ich bin ja noch 'ne Weile da.

Das ist es bis hier her, ich geh jetzt schlafen.

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sich freuen und sie behalten.

Stay Tunefish

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