Logbucheintrag Nr. 07-KW5
Montag - Freitag:
Nix neues.
Samstag, 02.02.2013
Heute stand zur Abwechslung mal keine Privatreise statt, sondern eine Exkursion in die 160km entfernte Bhadravathi. Die "Reise" führt uns durch zwei Wildreservate, das Someshwara und das Shettihalli Wildlife Sanctuary. Wie sich raustellen sollte, beides zwei, landschaftlich, wunder schöne Gebiete, die wir mit sicherheit nochmal näher begutachten werden, ohne so eine Horde Atzen im Gepäck.
In Bhadravathi gibt es die so genannte Mysore Paper Mill. Auf gut deutsch, eine Papierfabrik.
Start mit dem angemieteten Bus war auf 6 Uhr angesetzt. Trotz der uns inzwischen bekannten indischen UNpünktlickeit ließ uns die deutsche Pünktlichkeit um 5:45 Uhr am vereinbarten Treffpunkt aufmarschieren.
Als dann um kurz vor 7 Uhr alle da waren, konnte die vier stündige Fahrt auch schon los gehen.
Doch ging jetzt nicht nur die Fahrt los, auch war das der Anfang vom Ende meines Gehör-, Nerven- und Imunsystems...
Der Bus war noch nicht mal an, da hatte schon der Erste das Bordmikrophon in der Hand und fing munter an, indische Volksliedchen zu trellern. Zu dem Zeitpunkt dachte ich mir noch so: "Alles easy, alles cool. Ein bisschen Spaß muss sein..." Weit gefehlt. Zwischenzeitlich wurde auch nach deutschen liedchen geschrien und da vielen uns eigentlich nur zwei ein, die man so zum besten geben kann. Zu Beginn Griechischer Wein und zum krönenden Schluss was leichteres für den gemeinen Inder: Mamor, Stein und Eisen bricht... da waren die Jungs und Mädels relativ sicher im Refrain.
Nach sage und schreibe 2 STUNDEN war mal sowas wie Ruhe im Bus. Aber auch nur, weil wir angehalten haben, um mal was zu frühstücken.
Unfälle passieren auch...
Nach der üppigen Mahlzeit, es gab geschmackloses im Bananenblatt mit frittiertem Brot, ging es weiter Richtung Paper Mill.
Doch auch hier sollte mir der Gott der ewigen Ruhe nicht beistehen. Der Busfahrer hat seine Musikanlage entdeckt... und ich hab mich schon gewundert, warum unter jedem Sitz eine Box verbaut ist... Die restlichen zwei Stunden wurden durch die Klänge indischer Techno-Trance-Folk-Popmusik untermalt. Auf Grund dessen wurde der Bus kurzer Hand in eine mobile Disco umgewandelt. Hinsetzen? Anschnallen? Ach was, doch nicht bei unseren Straßen und dem Verkehrsaufkommen.
Kann gefallen, muss und wird es mir auch nicht.
Endlich an der Papiermühle angekommen, hab ich mich zugegebener Maßen auf die ganze Technik gefreut und war deswegen doch sehr enttäuscht, als uns gesagt wurde, dass weder Handys noch Kameras erlaubt sind, da das ein Staatliches unternehmen ist. War wohl nix.
Gesehen haben wir am Ende sage und schreibe drei Papiermaschinen, die alle gleich funktioniert haben und zwei Labore. Auf die Zustände möchte ich jetzt nicht zu sprechen kommen. Nur so viel, die waren wohl ISO-Zertifiziert. Ich hab nichts gesehen, was mich in irgendeiner Form an sowas erinnern könnte...
Es folgt die Rückfahrt.
Für die musikalische Untermalung gab der Busfahrer alles.
Als das Mikro wieder entdeckt wurde waren nach kurzer Zeit nur noch Bell- und Jaulgeräusche zu vernehmen, ich denke mal, weil das Mikro so ein schönes Echo gemacht hat...
Hier verliert sich so langsam mein Erinnerungsvermögen, da ich auf Grund von unerträglichen Kopfschmerzen und anderen nicht zu verachtenden Schmerzen im Rücken- und Magenbereich nicht mehr so recht wusste, wo oben und unten ist...
Aber ich will ja nicht nur mekkern.
Als Resume kann man sagen, dass es ohne gesundheitliche Probleme ganz lustig gewesen wäre, egal ob wir was gesehen haben oder nicht. Die Landschaft die wir durchquert haben war wunder schön und auch sonst war die Stimmung super.
Ein Lob geht auch an den Busfahrer, der uns auf abentheuerliche Weise hin und her gefahren hat mit seinem doch recht stabilen Bus.
UND ICH WILL UNBEDINGT EINEN KLEINEN AFFEN HABEN!!!!!!!
Sonntag, 03.02.2013
1 Month Anniversary!! Ich bin einen Monat in Indien!
Und es ist nach wie vor super.
Viel ist nicht passiert. Ich bin mit Björn und Suma nach Mangalore gefahren. Eigentlich zum Einkaufen, ins Kino gehen und Hafen angucken.
Einkaufen war in einer der riesen Malls zwar möglich, hedoch haben wir den Beginn des Kinofilms und 30 Minuten verpasst und in den Hafen durfte man nicht - Regierungsgebiet.
Dann haben wir uns kurzer Hand für den Fischmarkt umentschieden, weil der im Reiseführer so angepriesen wurde.
Und ich muss gestehen, ich hätte mehr gestank erwartet. Dem war aber, Gott sei Dank, nicht so.
Montag - Freitag:
Nix neues.
Samstag, 02.02.2013
Heute stand zur Abwechslung mal keine Privatreise statt, sondern eine Exkursion in die 160km entfernte Bhadravathi. Die "Reise" führt uns durch zwei Wildreservate, das Someshwara und das Shettihalli Wildlife Sanctuary. Wie sich raustellen sollte, beides zwei, landschaftlich, wunder schöne Gebiete, die wir mit sicherheit nochmal näher begutachten werden, ohne so eine Horde Atzen im Gepäck.
In Bhadravathi gibt es die so genannte Mysore Paper Mill. Auf gut deutsch, eine Papierfabrik.
Start mit dem angemieteten Bus war auf 6 Uhr angesetzt. Trotz der uns inzwischen bekannten indischen UNpünktlickeit ließ uns die deutsche Pünktlichkeit um 5:45 Uhr am vereinbarten Treffpunkt aufmarschieren.
Als dann um kurz vor 7 Uhr alle da waren, konnte die vier stündige Fahrt auch schon los gehen.
Doch ging jetzt nicht nur die Fahrt los, auch war das der Anfang vom Ende meines Gehör-, Nerven- und Imunsystems...
Der Bus war noch nicht mal an, da hatte schon der Erste das Bordmikrophon in der Hand und fing munter an, indische Volksliedchen zu trellern. Zu dem Zeitpunkt dachte ich mir noch so: "Alles easy, alles cool. Ein bisschen Spaß muss sein..." Weit gefehlt. Zwischenzeitlich wurde auch nach deutschen liedchen geschrien und da vielen uns eigentlich nur zwei ein, die man so zum besten geben kann. Zu Beginn Griechischer Wein und zum krönenden Schluss was leichteres für den gemeinen Inder: Mamor, Stein und Eisen bricht... da waren die Jungs und Mädels relativ sicher im Refrain.
Nach sage und schreibe 2 STUNDEN war mal sowas wie Ruhe im Bus. Aber auch nur, weil wir angehalten haben, um mal was zu frühstücken.
Unfälle passieren auch...
Nach der üppigen Mahlzeit, es gab geschmackloses im Bananenblatt mit frittiertem Brot, ging es weiter Richtung Paper Mill.
Doch auch hier sollte mir der Gott der ewigen Ruhe nicht beistehen. Der Busfahrer hat seine Musikanlage entdeckt... und ich hab mich schon gewundert, warum unter jedem Sitz eine Box verbaut ist... Die restlichen zwei Stunden wurden durch die Klänge indischer Techno-Trance-Folk-Popmusik untermalt. Auf Grund dessen wurde der Bus kurzer Hand in eine mobile Disco umgewandelt. Hinsetzen? Anschnallen? Ach was, doch nicht bei unseren Straßen und dem Verkehrsaufkommen.
Kann gefallen, muss und wird es mir auch nicht.
Endlich an der Papiermühle angekommen, hab ich mich zugegebener Maßen auf die ganze Technik gefreut und war deswegen doch sehr enttäuscht, als uns gesagt wurde, dass weder Handys noch Kameras erlaubt sind, da das ein Staatliches unternehmen ist. War wohl nix.
Gesehen haben wir am Ende sage und schreibe drei Papiermaschinen, die alle gleich funktioniert haben und zwei Labore. Auf die Zustände möchte ich jetzt nicht zu sprechen kommen. Nur so viel, die waren wohl ISO-Zertifiziert. Ich hab nichts gesehen, was mich in irgendeiner Form an sowas erinnern könnte...
Es folgt die Rückfahrt.
Für die musikalische Untermalung gab der Busfahrer alles.
Als das Mikro wieder entdeckt wurde waren nach kurzer Zeit nur noch Bell- und Jaulgeräusche zu vernehmen, ich denke mal, weil das Mikro so ein schönes Echo gemacht hat...
Hier verliert sich so langsam mein Erinnerungsvermögen, da ich auf Grund von unerträglichen Kopfschmerzen und anderen nicht zu verachtenden Schmerzen im Rücken- und Magenbereich nicht mehr so recht wusste, wo oben und unten ist...
Aber ich will ja nicht nur mekkern.
Als Resume kann man sagen, dass es ohne gesundheitliche Probleme ganz lustig gewesen wäre, egal ob wir was gesehen haben oder nicht. Die Landschaft die wir durchquert haben war wunder schön und auch sonst war die Stimmung super.
Ein Lob geht auch an den Busfahrer, der uns auf abentheuerliche Weise hin und her gefahren hat mit seinem doch recht stabilen Bus.
UND ICH WILL UNBEDINGT EINEN KLEINEN AFFEN HABEN!!!!!!!
Sonntag, 03.02.2013
1 Month Anniversary!! Ich bin einen Monat in Indien!
Und es ist nach wie vor super.
Viel ist nicht passiert. Ich bin mit Björn und Suma nach Mangalore gefahren. Eigentlich zum Einkaufen, ins Kino gehen und Hafen angucken.
Einkaufen war in einer der riesen Malls zwar möglich, hedoch haben wir den Beginn des Kinofilms und 30 Minuten verpasst und in den Hafen durfte man nicht - Regierungsgebiet.
Dann haben wir uns kurzer Hand für den Fischmarkt umentschieden, weil der im Reiseführer so angepriesen wurde.
Und ich muss gestehen, ich hätte mehr gestank erwartet. Dem war aber, Gott sei Dank, nicht so.
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